Wie es zur Klosteridee kam

Der Museumsverein St. Oswald-Riedlhütte e. V.

Die jahrzentelang gewachsenen Strukturen änderten sich drastisch nachdem der Nationalpark Bayerischer Wald gegründet wurde. Die klassische Waldbewirtschaftung im Staatswald hatte ausgedient. Nun galt das Motto "Natur Natur sein lassen", ohne dass der Mensch in das natürliche Gleichgewicht eingreift. Aus Holzhauern wurden Waldführer, die arme, landwirtschaftlich geprägte Region des Bayerischen Waldes schaffte sich ein neues Standbein im Tourismus.
Nachdem in der Nachbargemeinde Neuschönau das Nationalparkhaus gebaut wurde und in der Stadt Grafenau die Nationalparkverwaltung eingezogen war, befürchtete man in St. Oswald-Riedlhütte, dass sich der Zentralitätsverlust negativ auf die Entwicklung der Gemeinde auswirken könnte.
Was könnte die Gemeinde als Ausgleich dafür bekommen? Während der 70er wuchs die Idee, man könne ein Waldgeschichtliches Museum errichten, welches die Wald- und Glashüttengeschichte darstellt. Deshalb wurde am 23. April 1980 der Verein zur Förderung des Waldgeschichtlichen Museums St. Oswald gegründet. Vorstand wurde der spätere Landrat Alfons Urban. Die Gemeinde gab nun einen Plan und ein Modell für einen Museumsbau in Auftrag, die Kosten wurden auf rund drei Millionen Mark geschätzt. Ein Betrag, den Gemeinde und Verein unmöglich allein aufbringen konnten.
Erst als Ministerpräsident Franz Josef Strauß persönlich eingeschaltet wurde, kamen die ersten Förderzusagen rasch, und nun konnte der Bau innerhalb eines Jahres vollendet werden. Schon wenige Monate nach der ersten Zusage, nämlich am
30. September 1982, konnte der Grundstein gelegt werden;
Richtfest wurde am 20. August 1983 gefeiert.
Allerdings stellte sich bald heraus, dass Gemeinde und Verein die Aufgabe Museum nicht stemmen können. Deshalb teilte man sich diese Aufgabe mit dem Nationalpark: Die Gemeinde bleibt Eigentümerin des Museums, trägt die laufenden Kosten sowie die erforderlichen Investitionen, während der Nationalpark die Leitung und Organisation des Museumsbetriebes übernehmen sollte. Aber auch dieses Modell bewährte sich nicht so recht. Mit den Eintrittsgeldern konnten nicht einmal die laufenden Kosten abgedeckt werden, Investitionen für neue Ausstellungen waren auch angesichts der angespannten Haushaltslage, nicht möglich. Mittlerweile ist das Museum wieder in einer Hand, der Nationalpark hat sich bereit erklärt, es komplett zu übernehmen.
Der Museumsverein hat sich deshalb entschlossen, Veranstaltungen zur Heimatpflege durch zu führen. Bereits seit Ende der 90er plant der Verein drei große Kulturprojekte, welche die Geschichte des Klosters und der Gemeinde wissenschaftlich und künstlerisch aufbereiten sollen.
 
Die Projekte sind im Einzelnen:
Die Projekte werden bis Mai des kommenden Jahres abgeschlossen sein.