Katharina von Alexandria

Masolino da Panicale: Fresko aus dem Jahr 1425 in der Kapelle der Katharina in der Kirche San Clemente in Rom Katharina wird erst ab dem zehnten Jahrhundert erwähnt, sie ist eine legendäre Gestalt. Berichtet wird, dass sie die Tochter des Königs Costus von Zypern war. Der Sohn des Kaisers wollte die schöne, gebildete und reiche Frau heiraten. Doch sie erkannte, dass ihr der Bewerber nicht an Adel, Schönheit, Reichtum und Weisheit entsprach. Auch andere Männer wies sie ab. Ein Einsiedler sagte ihr schließlich, dass Jesus Christus der richtige Bräutigam sei. Katharina ließ sich taufen und erlebte eine Vision, in welcher ihr das Jesuskind den Verlobungsring an den Finger steckt.
Katharina reiste schließlich nach Alexandria. Kaiser Maxentius weilte gerade während eines Militärzuges in der Stadt und verlangte auch von den Christen heidnische Opfer. Katharina schritt ein und fragte den Kaiser, warum er nicht dem Aberglauben abschwor und sich zu Christus bekenne. Der Kaiser verlangte nun auch von ihr das Götzenopfer. Sie weigerte sich und bestand darauf, ihre Argumente in einer Diskussion zu beweisen.
Der Kaiser lud die 50 besten Philosophen ein, die sich jedoch ihren Argumenten beugten und sich selbst taufen ließen. Der Kaiser tobte. Als sich Katharina auch noch weigerte, den Kaiser zu heiraten, war ihr Schicksal besiegelt: Sie wurde mit bleikugelbesetzten Geißel ausgepeitscht und wurde ins Gefängnis geworfen. Katharina sollte gerädert und gevierteilt werden, doch die Folterwerkzeuge zerbrachen. Der Kaiser ließ sie schließlich enthaupten.