Der heilige Eustachius

Albrecht Dürer: Eustachius, aus dem Paumgartner-Altar, rechte Tafel, 1502-04, Alte Pinakothek in München Ursprünglich hieß er Placidus und war Jäger sowie Heermeister einer Legion in Kleinasien unter Kaiser Trajan. Eines Tages erschien ihm auf der Jagd ein Hirsch − zwischen seinem Geweih strahlte der Heiland in überirdischem Glanz. Diese Erscheinung wiederholte sich, auch seiner Frau erschien Christus. Nun ließ sich Placidus mit seiner Frau und den beiden Söhnen taufen und trug fortan den Namen Eustachius.
Allerdings wurde sein Glaube schwer geprüft: Eine Seuche tötete alle Bediensteten und sein Vieh, Räuber überfielen das Haus. Die Familie konnte nur das nackte Leben retten, reiste nach Ägypten und wurde dort auseinander gerissen.
Der Feldherr wurde aber schließlich von seinem Kaiser, der von Feinden in Bedrängnis gebracht worden war. Trajan ließ nach Placidus suchen und mit großen Ehren zurück bringen. Eustachius war auf diesem Feldzug siegreich, selbst die Familie fand wieder zusammen.
Trajans Nachfolger, Kaiser Hadrian, empfing den Helden samt Familie mit einem großen Ehrenmahl. Einen Tag später sollte eine Opferfeier für den Sieg stattfinden, Eustachius und die Seinen verweigerten jedoch die Teilnahme − sie wurden zum Tode verurteilt.